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A7 Psychosoziale Prävention - Geschichte


Seinen Ursprung hat A7 in der Ausbildung von PSNV-E-Kräften an der Landesfeuerwehrschule des Landes Schleswig-Holstein. An der Entwicklung sind ferner der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein und die Nordkirche beteiligt. Der Deutsche Fachverband für Psychosoziale Notfallversorgung (DF-PSNV e.V.) fördert die Entwicklung von A7 maßgeblich und unterstützt sie fachlich. Weitere Organisationen haben ihre PSNV-E-Einsatzkräfte nach dem A7-Konzept ausbilden lassen.

A7 beruht auf dem sogenannten Critical Incident Stress Management (CISM), das ab 1980 von Jeffrey Mitchell in den USA entwickelt wurde. Inhalte und Methoden von A7 entstammen dem auf dieser Grundlage von Dr. Gisela Perren-Klingler (Institut Psychotrauma Schweiz) entwickelten Debriefing-Verfahren zur Stressbewältigung von Einsatzkräften (SfE). Es handelt sich dabei um eine fachliche Aktualisierung des CISM-Konzepts aufgrund neuerer Forschungsergebnisse. Im A7-Konzept werden diese Grundlagen noch einmal unter fachlichen Gesichtspunkten weiterentwickelt und an deutschsprachige Verhältnisse angepasst.

A7 gründet auf aktuellen Forschungsergebnissen der Psychotraumatologie, Neurophysiologie und Neurobiologie sowie auf Erfahrungen, die in der Einsatzvorbereitung und der Einsatznachsorge gemacht wurden. Die Entwicklung des A7-Konzepts sowie die Ausbildung werden wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird A7 ständig weiterentwickelt und den Erfordernissen der Praxis weiter angepasst. Dazu tragen alle Akteure, die nach dem Konzept arbeiten, auf die eine oder andere Art und Weise bei: Die Peers, die mit ihren Erfahrungen, Rückmeldungen und Praxisvorschlägen maßgeblich für die Alltagstauglichkeit sorgen. Zudem haben die psychosozialen Fachkräfte - vor allem die Fachwarte des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein - viel Material für die Auswahl und Begleitung der Peers erarbeitet und entwickeln es in der laufenden Arbeit weiter. Die Lehrkräfte der Landesfeuerwehrschule bringen ihr Know-how und ihre Expertise ein und die Mitglieder des DF-PSNV e.V. unterstützen die Entwicklung und Aktualisierung von Inhalten in ihren Fachforen.

A7 ist das Produkt von zurzeit über 100 Personen. Niemand hat daran alleine gearbeitet oder hat daran persönliche Rechte. Deswegen ist das Material des A7-Konzepts zur Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) unter der Creative Commons Lizenz vom Typ Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International auch für alle zugänglich. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Lizenzbestimmungen einzuhalten sind!

Benannt ist das Konzept nach der Bundesautobahn A7, die unser Land von Norden nach Süden durchzieht. Bei der Arbeit an und mit A7 haben alle Akteure viel Zeit auf dieser Autobahn verbracht und werden es weiterhin tun. Viele Stunden Fachtelefonate wurden aus dem Auto von dort geführt. Sie ist das äußere verbindende Element. Darum haben wir das Projekt A7 genannt.

Für die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung im A7-Konzept sorgt die A7-Konferenz. Mitglieder sind alle Organisationen, die das A7-Konzept in der PSNV-E anwenden und sich zur Einhaltung der A7-Standards verpflichten.
Aufgaben der A7-Konferenz sind die Weiterentwicklung der A7-Standards, des Verfahrens im Ganzen und der einzelnen Maßnahmen. Die Konferenz organisiert die Praxisrückkopplung und die wissenschaftliche Begleitung. Ferner sorgt sie für die Rezeption der aktuellen Forschung. Die Konferenz beschließt über die Aufnahme neuer Mitglieder und die Zertifizierung von Trainern.
Alle Organisationen, die das A7-Konzept verwenden wollen, sind eingeladen, der A7-Konferenz beizutreten.

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